Nur für kurze Zeit: Lehrlauf im neuen Gewand

Veröffentlicht: Oktober 6, 2012 in Lehrlauf

Bisher war der Lehrlauf angelegt als ein Blog, in dem ich mich als Teacher Chris primär zu schulischen Themen äußern wollte. Eine Plattform für einen regen Austausch zu schaffen bin ich ausgezogen – und bin trotzdem nicht überrascht festzustellen, dass es zu diesem Austausch nie so recht kam. Sicher, einige SchülerInnen und Kollegen haben meine Texte gelesen, aber zu einem Gespräch darüber kam es doch nur ganz selten. Lag’s an den Themen, die nur mich interessieren? Lag’s daran, dass jeder was Besseres zu tun hat, als sich auch außerhalb der Schule noch mit den Hirngespinsten der Lehrer rumzuschlagen? Lag’s daran, dass im Web 2.0 zwar jeder ein Autor sein kann, dass aber das noch lange keine Interaktivität bedeutet, weil alles im digitalen Niemandsland verhallt?

Egal!

Ich schicke Teacher Chris jetzt vollzeit in die Schule, soll sie doch sehen, wie sie da zurecht kommt, und ich selbst komme hier ins Blog zurück als Christiane Frey. Und wenn die ihre Gedanken zusammengesammelt hat und sich überlegt hat, was sie eigentlich mit diesem Blog will (wenn sie überhaupt etwas will…), dann gibt es auch wieder ein gescheites Layout. Bis dahin bleibt der Lehrlauf so unfertig, wie er im Moment aussieht…

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Kommentare
  1. Annette sagt:

    Liebe Chris,
    ja, das Internet ist nicht immer einfach, und in den Weiten des Internets ist es nicht immer leicht die nötige Aufmerksamkeit zu erregen, die man sich für einen regen Austausch erhofft hatte. Das liegt schlicht und ergreifend an der schieren Menge von Inhalten die das Internet so zu bieten hat. Außerdem ist so eine Comunity bei Facebook im Verhältnis zu z.B. Twitter oder teilweise auch Google+ ungefähr zu vergleichen mit einem minikleinen Dorf zu einer Großstadt wie Berlin. Also schlicht und ergreifend ist die Verbreitungsplattform (oder die Nutzung verschiedener Verbreitungsplattformen) der Schlüssel zu einem regen Austausch. Bei Facebook hast Du ja doch nur einen sehr beschränkten Freundeskreis, der sich für Deine Inhalte interessieren könnte. Natürlich kann man seine Inhalte auch bei Facebook öffentlich posten, aber wer guckt sich schon die öffentlichen Inhalte bei Facebook an? Ich jedenfalls nicht, ich interessiere mich im Grunde auch nur für die Inhalte, die meine ‚Freunde‘ posten, oder die ich für mich als interessant markiert habe. Öffentlich gepostete Inhalte von mir unbekannten Menschen kommen da nur äußerst selten hinzu.
    Dann kommt noch hinzu, dass Dein Blog auf einer Seite erscheint, die mir zwar eine Benachrichtigung schickt, wenn zu meinem Kommentar ein Gegenkommentar erscheint, aber nur, wenn ich diese Funktion auch extra angeklickt habe. Das führt eben dazu, dass ich mich zwar gerne über ein von Dir gepostetes Thema austauschen würde, dass ich aber im ganzen Alltagsstress einfach auch wieder vergesse nachzusehen, ob vielleicht irgendjemand was dazu geschrieben haben könnte, wenn die denn auch die Benachrichtigungsfunktion aktiviert haben. Und wenn dann ein wenig Zeit vergangen ist, dann ist die Diskussion bereits längst veraltet oder niemand denkt mehr daran nochmal reinzusehen. Der gemeine Nutzer von sozialen Netzwerken ist im Allgemeinen relativ faul und möchte gerne alles auf dem Silbertablett serviert bekommen und am besten auch nur auf den Plattformen die er ja auch schon benutzt.
    Twitter und eben in Teilen auch Google+ hat hier den Vorteil, dass man mit der Zeit unmengen von Followern hat, die ihrerseits auch immer wieder mal Deinen Blog weitertwittern und dadurch werden natürlich wesentlich mehr Menschen angesprochen, als nur bei Facebook. Außerdem sorgen die Bots dann auch noch dafür, dass bestimmte Schlagwörter oder Themen für alle, die sich dafür interessieren, weitergetragen werden. Und je mehr interessante Themen Du dann bloggst umso mehr Follower werden es, weil immer mehr Interessenten dafür vorhanden sind. Besser dafür ist dann aber das Blogportal von Twitter, weil du da besser zu finden bist und auch für Follower dann immer eine Benachrichtigung erscheint, wenn jemand etwas dazu kommentiert hat. Außerdem bietet diese Plattform auch die Auswertung verschiedener Statistiken, die Dir zeigen wieviele Menschen Deinen Blog angeklickt oder sogar weitergetwittert haben. Und wenn dann ganz viele Menschen Deinen Blog angeklickt haben, dann kann es Dir sogar passieren, dass Du bei der Hitliste zu bestimmten Themen bei der Google-Suchmaschine erscheinst.
    Also wie Du siehst, ist der der Schlüssel zum Erfolg im Internet 2.0 schlicht und ergreifend das richtige Marketing. 😉

    LG
    Annette

  2. hkkchris sagt:

    Liebe Annette,

    wie schön, so prompt und noch dazu so ausführlich von dir zu hören!
    Ja, du hast wohl recht, das Marketing ist wohl der springende Punkt. Und das ist auch so ein Thema, über das ich nachdenken sollte, zusammen eben mit der Frage, warum ich den Blog überhaupt betreibe. Darauf habe ich, wenn ich meine ursprüngliche Teacher-Chris-Motivation außen vor lasse, nämlich noch keine gute Antwort.
    Vielen Dank auf jeden Fall für deine sehr nützlichen „Verbreitungshinweise“. Sie werden mir beim Weiterdenken sehr weiterhelfen. Woher kommt eigentlich dein Interesse und vor allem Wissen über das Web 2.0?

    Liebe Grüße

    Christiane

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